Schade dass es sie braucht – Gut dass es sie gibt


Feuerwehren erhalten Gafferwände

 

Ein Zeichen gegen Sensationsgier und für mehr Sicherheit auf Niederbayerns Straßen sollen vier Gafferwände für die „Autobahnfeuerwehren“ Niederwinkling, Hunderdorf, Kirchroth und Steinach sein. Mit Spendengeldern wurden die Wände angeschafft, da die Gaffer-Thematik weiter zunimmt. Die Unfallorte sollen durch die Wände vor den Schaulustigen, die mit ihrer Sensationsgier Rettungsarbeiten oder den Verkehr behindern, bestmöglich abgeschirmt werden. Die 20 Meter langen und 2,10 Meter hohen Wände können zu jeder Zeit, an jedem Ort, bei jedem Wetter aufgestellt werden. Das Ganze ist eine leicht händelbare Lösung.

 

Uebergabe an FFW Steinach 3

Eine Gafferwand erhielt die FFW Steinach. Im Bild v.l. Kreisbrandinspektor Markus Huber, Dieter Lohoff, Geschäftsführer Lohoff-Edelstahltechnik, Niederwinkling, Kreisbrandrat Albert Uttendorfer, Kreisfeuerwehrverbands-Vorsitzender Werner Schmitzer, Bürgermeister Karl Mühlbauer, 3. Bürgermeisterin Christine Hammerschick, 2. Kommandant Tobias Schweiger, 1. Kommandant Jürgen Reimann und Vorsitzender der FFW Steinach Andreas Foidl


 

Gaeste im Feuerwehrhaus 1

 

Am Montag, 7. Oktober 2019 ist das Feuerwehrhaus in Steinach mit geladenen Gästen gut gefüllt. Kreisfeuerwehrverbands-Vorsitzender Werner Schmitzer beginnt zu schildern, warum diese Gafferwände für die Feuerwehren mittlerweile so wichtig sind. Er wird dabei ganz deutlich und erzählt ganz offen und ungeschönt, was die Feuerwehrleute vor Ort bei Unfällen alles erleben müssen.

Kreisbrandrat Albert Uttendorfer kennt diese Szenen sehr gut. Uttendorfer ist der Hauptinitiator, der die Sache mit den Gafferwänden ins Rollen gebracht hat. „Dieser Respektlosigkeit gegenüber den Opfern und auch gegenüber unseren Leuten musste einfach ein Ende bereitet werden.“ Die Gafferwände scheinen die perfekte Lösung dafür.

Bei der offiziellen Übergabe der vier Gafferwände sind neben den Vertretern von Polizei und Feuerwehren auch zahlreiche Politiker dabei. Landrat Josef Laumer, Bundestagsabgeordneter Alois Rainer, Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier und Regierungspräsident Rainer Haselbeck zollten den Feuerwehren im Landkreis großen Respekt. Alle waren sich einig, dass diese Gafferwände eine sinnvolle Anschaffung seien.

Redner Bgm Muehlbauer 1Bürgermeister Karl Mühlbauer nannte die Übergabe einen denkwürdigen Anlass. Für die Feuerwehren, die ständig auf diesem überörtlichen Straßennetz im Einsatz sind und sehr stark gefordert werden, ist die Anschaffung eine große Hilfe und dient dem persönlichen Schutz. Die Gemeinde Steinach hat im Januar den Auftrag für einen Versorgungs-LKw mit Beladung und Rollcontainern und ein Mannschaftstransportwagen erteilt. Die staatliche Förderung für diese Anschaffungen beträgt lediglich 15 Prozent, bemängelte Mühlbauer.

Großes Verständnis, für die Notwendigkeit zur Anschaffung der Gafferwände zeigten zahlreiche Spenderfirmen: Strabag, Bogen, Lohoff-Edelstahltechnik, Niederwinkling, Raiffeisenbank Straubing, Wallstabe & Schneider, Niederwinkling, Aumer, Kirchroth, Karl Lausser GmbH, Pilgramsberg, Versicherungskammer Bayern, Bischof + Klein, Konzell, SSR Mineralgestein, Steinach, Ziegler GmbH und Landkreis Straubing-Bogen. Diese Spender tragen die Kosten von 16.000 Euro für die Gafferwände.

„Nicht gaffen! Weg frei machen!“ So lautet der Slogan, mit dem die Abschirmwände im Landkreis Straubing-Bogen unter anderem bedruckt sind.

 

 

 

 

Vorstellung der Waende 9
Kreisbrandrat Albert Uttendorfer stellt die mobilen Gafferwände vor.