Großes Dankeschön – Segnung Außenstelle Kinderhaus2020 10 20 Aussen 11

Das „kunterbunte Kinderhaus“, welches mit zwei neuen Kindergartengruppen in der Schlichtstraße in Steinach am 1. September 2020 eröffnet wurde, erhielt am Sonntag, 25. Oktober 2020 den kirchlichen Segen. Es war schön, feierlich und doch ein wenig unwirklich. Ein Gottesdienst mit beschränkter Besucherzahl, ein Chor aus den Mitarbeitern des Kinderhauses, der vor der Kirche mit Abstand sang, Kinder, die nicht persönlich anwesend sein konnten und über Audio- und Videoeinspielung mitwirkten und die Ansprachen im Freien im Carport.

 

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Zwei neue Kindergartengruppen konnten in die Außenstelle des Kinderhauses einziehen. Bürgermeisterin Christine Hammerschick richtete ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer. Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Bau- und Jugendamt, Architekturbüro, Caritas, Pfarrei, Kirchenverwaltung, Firmen und freiwillige Helfer arbeiteten Hand in Hand um aus einem Wohnhaus ein Kinderhaus zu gestalteten. Einen besonderen Dank richtete Bürgermeisterin Christine Hammerschick an die Geschäftsstellenleiterin Ursula Heller in deren Büro alle Fäden zusammengelaufen sind.

Das Erdgeschoß wurde zuerst bezugsfertig und konnte pünktlich zum 1. September starten. Der erste Stock wurde kurz darauf bezugsfertig. In vier Wochen wurde etwas geschaffen, an dessen Gelingen anfangs niemand so recht glaubte. Alle Helfer seien der Beweis dafür, dass alles möglich sei, wenn alle an einem Strang ziehen und zusammenhelfen.

Knapp 55000 Euro investierte die Gemeinde in den Umbau und Ausstattung der beiden Kindergartengruppen.

 

 

 

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Pfarrer Christof Hagedorn nannte in seiner Predigt die neuen Kindergartengruppen einen Platz, an dem die Kräfte des Verstandes, der Fantasie, der Liebe und des moralischen Wertens geweckt werden. Das Leben jedes einzelnen Menschen und die Zukunft der Gesellschaft werden entscheidend durch die Erziehung beeinflusst. Die Kirche zusammen mit der Gemeinde trage Mitverantwortung für das Leben der Menschen und die Zukunft der Gesellschaft.

 

 

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Zusammenhalt, das war auch der Leitgedanke der Leiterin des Kinderhauses Gabi Berger, die diese Steinacher Eigenschaft in den Vordergrund stellte. Altbürgermeister Karl Mühlbauer war einer, der diesen Zusammenhalt, den Gemeinschaftssinn immer schätzte, förderte und sich einsetzte. Schon lange bevor der „Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz“ gesetzlich beschlossen wurde, hat er mit dem Gemeinderat sich um das Wohl des Kinderhauses und um die Steinacher Kinder gesorgt. 2020 ist vieles anders. Corona verunsichert den Alltag, verlangsamt Entscheidungprozesse und verhindert auch manches. Die Gemeinde Steinach wählte eine neue erste Bürgermeisterin und die Pfarrei bekam einen neuen Pfarrer. Trotz Neubeginn an vielen Seiten sei eines in Steinach geblieben: Zusammenhalt.

 

 

 

 

2020 10 20 Gruppe Nielsson 22020 10 20 Gruppe Kleiner Onkel 1Die Erweiterung des Kinderhauses in der Schlichtstraße 1 bekommt ein eigenes Namenskonzept. In Anlehnung an Astrid Lindgren und in Assoziation zum Kinderhaus wird das „Arnoldhaus“, so wie es in Steinach bekannt ist, nach dem Willen der Kinderhausmitarbeiter, zum „kunterbunten Kinderhäuschen“ und beherbergt die Gruppen „Kleiner Onkel“ und „Herr Nilsson“. Dass die Autorin Astrid Lindgren, die 2002 verstarb, immer noch brandaktuell ist, wird durch viele ihrer Texte immer wieder deutlich. Darüber hinaus wurde sie sogar 2002 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. „Auch im Kinderhaus konnten sich sofort Jung und Alt mit der Namensgebung anfreunden“, so die Leiterin Gabi Berger. Astrid Lindgren verbindet anscheinend Generationen. Die Räumlichkeiten im Kunterbunten Kinderhäuschen sind nun kind- und bedürfnisorientiert eingerichtet. Von der Wickelgelegenheit bis über Orte des Rückzugs ist an alles gedacht.

Vieles ist anders als im vorherigen Gruppenraum: es gibt jetzt richtige Erlebnisräume! Die Kinder besuchen ein „Rollenspielzimmer“ und können förmlich „abtauchen“ in eine andere Welt. Sie können in einem „Kreativraum“ ungestört vom Lärm der rundum spielenden Kameraden einfach ihre schöpferischen Ideen voll ausleben oder sie erbauen im „Bauzimmer“ eine Ritterburg, die am nächsten Tag weiter bespielt werden kann.

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