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Bürgerversammlung abgehalten 

Sanierungsmaßnahmen lassen Rücklagen schrumpfen

Am Freitag, 19. November 2021 fand in der Turnhalle die Bürgerversammlung der Gemeinde Steinach statt. Bürgermeisterin Christine Hammerschick berichtete von den Investitionen 2021 und gab einen Ausblick auf die Vorhaben 2022. Die Bürger konnten den Bericht anhand einer Power Point Präsentation mit Bildern und Zahlen mitverfolgen.

 

Die Gemeinde ist seit 2018 schuldenfrei, was, so Bürgermeisterin Christine Hammerschick, wenn alle notwendigen Investitionen und Sanierungen durchgeführt werden sollen, nicht so bleiben wird. An Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Flächen) erwartet man 2021 Einnahmen von rund 50 000 Euro. Die Grundsteuer B (bebaubare Flächen) bringt der Gemeinde Steinach Einnahmen von 345 000 Euro im Jahr. Die Gewerbesteuereinnahmen werden 2021 rund 1 Million Euro betragen. Dem steht die Kreisumlage von 1,663 Millionen Euro gegenüber. Die allgemeine Rücklage ist bedingt durch Sanierungsmaßnahmen auf 97 000 Euro gesunken.

 

In den letzten 40 Jahren ist die Einwohnerzahl von 1 848 auf 3 199 Einwohnern gestiegen. 37 Geburten und 23 Sterbefälle waren 2021 zu verzeichnen. Der Gemeinderat tagte 2021 bisher in dreizehn Sitzungen. 45 Bauanträge wurden bei der Gemeinde Steinach eingereicht.

 

Da dem Gemeinderat seit der letzten Kommunalwahl 16 Gemeinderäte angehören, wurde dieses Jahr der Sitzungssaal neu möbliert und die Medientechnik erneuert. Für den Gemeinderat wurden Tablets und die entsprechende Sitzungssoftware angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf 76 852 Euro. Für die Verwaltung im Rathaus wurde die Anzahl der Bildschirme erhöht und Laptops, auch für Homeoffice, installiert. 8 360 Euro wurden hierfür ausgegeben. Das neue Geoinformationssystem kostete 4 550 Euro.

 

Am Rathaus wurde mit Sanierungsmaßnahmen begonnen. Der Dachstuhl wurde energetisch saniert und eine PV-Anlage montiert. Die Kosten beliefen sich auf 196 841 Euro, wobei es für die Dachsanierung eine staatliche Förderung von 29 400 Euro gab. Eine Küche wurde neu angeschafft und in zwei Büroräumen wurde der Boden erneuert.

 

161 Kinder werden derzeit im Kinderhaus St. Ursula betreut. Diese teilen sich in vier Kindergartengruppen mit 100 Kindern, eine Waldkindergartengruppe mit 21 Kindern und drei Krippengruppen mit 40 Kindern auf. Der gesetzliche Personalkostenanteil lag 2021 (Stand November 2021) bei 373 141 Euro. 22 200 Euro investierte die Gemeinde in die Außenstelle Schlichtstraße 1.

 

Der Spielplatz in Wolferszell wurde rundumerneuert. Neue Spielgeräte, wie ein Spielturm und eine Hangrutsche wurden aufgebaut und die Umzäunung erneuert. Die Kosten beliefen sich auf 26 333 Euro. Hierzu erhielt die Gemeinde aus dem Regionalbudget ILE nord23 eine Förderung von 9 893 Euro.

 

Einen großen Ausgabeposten stellen die Schulen dar. Die laufenden Kosten für die Grundschule betragen 124 402 Euro und für die Mittelschule in Parkstetten beträgt der Verwaltungskostenanteil Schulumlage 148 650 Euro. Die Schülerbeförderung und die Ausgaben zur Schülerunfallversicherung belaufen sich auf 60 730 Euro.

In der Grundschule wurden Tablets für Schüler und Lehrerlaptops angeschafft. Geplant ist die Ausstattung der Klassenzimmer und Betreuungsräumen mit elf stationären Raumlüftungsanlagen. Den Anschaffungskosten von 139 200 Euro steht eine staatliche Förderung von 111 478 Euro gegenüber. Bei der Mittelschule in Parkstetten lag die Investitionsumlage bei 55 600 Euro.

Die Schülerzahlen bewegen sich in den letzten drei Jahren auf dem gleichen Niveau. Derzeit besuchen 111 Schüler die Grundschule. 33 Schüler nehmen die Mittagsbetreuung in Anspruch, wobei 21 Schüler auch die Mittagsverpflegung in Anspruch nehmen.

 

Am 23. März 2021 wurde der Ausleihbetrieb in der Bücherei wieder aufgenommen. 11 529 Medien stehen in der Bücherei zur Ausleihe bereit.

 

Für die Ortsfeuerwehren wurden ein Wasserschlammsauger und Lungenautomat angeschafft sowie die Sirene in Agendorf erneuert. Für den Anbau an das Feuerwehrhaus gab die Gemeinde einen Zuschuss von 11 000 Euro. Der Bauhof erhielt 2021 zwei neue Fahrzeuge und Büromöbel. Ein neues Salzsilo wurde aufgestellt und das bestehende demontiert. 132 163 Euro gab die Gemeinde für den Bauhof aus.

 

Die Kosten der Straßensanierungsmaßnahmen in diesem Jahr beliefen sich auf 83 210 Euro. 35 214 Euro gab die Gemeinde für die Bepflanzung der Wohnbaugebiete Oberes Dorf II und Schlossstraße in Münster aus. Derzeit verfügt die Gemeinde über keine Wohnbaugrundstücke. Für den Erwerb von Tauschflächen investierte die Gemeinde Steinach 1 006 730 Euro. Im Gewerbe- und Industriegebiet Steinach Süd fielen für die Investitionen Straßenbau, Kanalbau, Löschwasserzisternen und Ingenieurleistungen Schlusszahlungen in Höhe von 394 972 Euro an.

 

In Münster wurde die Inschrift des Kriegerdenkmales für 5 500 Euro erneuert.

48 200 Euro gab die Gemeinde für den Friedhof in Steinach aus. Darin enthalten ist die Erweiterung der Urnengrabanlage und die Herstellung von Erdurnengräber.

An Vereinsförderungen und Mitgliedsbeiträgen gab die Gemeinde Steinach 21 404 Euro aus.

 

Planungen für 2022

Die EDV-Anlage im Rathaus benötigt einen neuen Server, über die Alternative zum Outsourcing der Fachverfahren wird noch beraten. Am Rathaus wird eine E-Ladestation für zwei Fahrzeuge errichtet, die von der PV-Anlage des Rathausdaches versorgt wird. Das digitale Klassenzimmer soll für die Grundschule durch Förderungen von Freistaat und Bund vorangetrieben werden. In der Alten Schule ist eine Nutzungsänderung notwendig und der Brandschutz muss aktualisiert werden. In der Doppelsportanlage ist die Brandmeldeanlage nachzurüsten. Der Wertstoffhof wird eine zweite Ausfahrt erhalten. Der Geh- und Radweg von der Kreuzung in Rotham nach Steinach soll 2022 fertiggestellt werden. An Straßensanierungen sind ein Teil der Kellerbergstraße und der Parkstettenerstraße sowie die Tassilostraße in Münster in der Planung. Im Dorfgebiet wird die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Mit den Planungen für die Ertüchtigung der Kläranlage Steinach soll begonnen werden. Beim Gasthaus Dorfgemeinschaft Münster wird es wohl auf eine Sanierung statt Neubau hinauslaufen. Für 2022 sind diverse Reparaturarbeiten vorgesehen.

 

Fragen aus der Bevölkerung betrafen die neue E-Tankstelle und den Kanal in der Hohe-Kreuz-Siedlung. Nach einer Stunde endete die Bürgerversammlung.

 

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Die Bürger konnten den Bericht von Bürgermeisterin Christine Hammerschick anhand einer Power Point Präsentation mit Bildern und Zahlen mitverfolgen