Bürgerversammlung abgehalten 

Sanierungsmaßnahmen lassen Rücklagen schrumpfen

Am Freitag, 19. November 2021 fand in der Turnhalle die Bürgerversammlung der Gemeinde Steinach statt. Bürgermeisterin Christine Hammerschick berichtete von den Investitionen 2021 und gab einen Ausblick auf die Vorhaben 2022. Die Bürger konnten den Bericht anhand einer Power Point Präsentation mit Bildern und Zahlen mitverfolgen.

 

Die Gemeinde ist seit 2018 schuldenfrei, was, so Bürgermeisterin Christine Hammerschick, wenn alle notwendigen Investitionen und Sanierungen durchgeführt werden sollen, nicht so bleiben wird. An Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Flächen) erwartet man 2021 Einnahmen von rund 50 000 Euro. Die Grundsteuer B (bebaubare Flächen) bringt der Gemeinde Steinach Einnahmen von 345 000 Euro im Jahr. Die Gewerbesteuereinnahmen werden 2021 rund 1 Million Euro betragen. Dem steht die Kreisumlage von 1,663 Millionen Euro gegenüber. Die allgemeine Rücklage ist bedingt durch Sanierungsmaßnahmen auf 97 000 Euro gesunken.

 

In den letzten 40 Jahren ist die Einwohnerzahl von 1 848 auf 3 199 Einwohnern gestiegen. 37 Geburten und 23 Sterbefälle waren 2021 zu verzeichnen. Der Gemeinderat tagte 2021 bisher in dreizehn Sitzungen. 45 Bauanträge wurden bei der Gemeinde Steinach eingereicht.

 

Da dem Gemeinderat seit der letzten Kommunalwahl 16 Gemeinderäte angehören, wurde dieses Jahr der Sitzungssaal neu möbliert und die Medientechnik erneuert. Für den Gemeinderat wurden Tablets und die entsprechende Sitzungssoftware angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf 76 852 Euro. Für die Verwaltung im Rathaus wurde die Anzahl der Bildschirme erhöht und Laptops, auch für Homeoffice, installiert. 8 360 Euro wurden hierfür ausgegeben. Das neue Geoinformationssystem kostete 4 550 Euro.

 

Am Rathaus wurde mit Sanierungsmaßnahmen begonnen. Der Dachstuhl wurde energetisch saniert und eine PV-Anlage montiert. Die Kosten beliefen sich auf 196 841 Euro, wobei es für die Dachsanierung eine staatliche Förderung von 29 400 Euro gab. Eine Küche wurde neu angeschafft und in zwei Büroräumen wurde der Boden erneuert.

 

161 Kinder werden derzeit im Kinderhaus St. Ursula betreut. Diese teilen sich in vier Kindergartengruppen mit 100 Kindern, eine Waldkindergartengruppe mit 21 Kindern und drei Krippengruppen mit 40 Kindern auf. Der gesetzliche Personalkostenanteil lag 2021 (Stand November 2021) bei 373 141 Euro. 22 200 Euro investierte die Gemeinde in die Außenstelle Schlichtstraße 1.

 

Der Spielplatz in Wolferszell wurde rundumerneuert. Neue Spielgeräte, wie ein Spielturm und eine Hangrutsche wurden aufgebaut und die Umzäunung erneuert. Die Kosten beliefen sich auf 26 333 Euro. Hierzu erhielt die Gemeinde aus dem Regionalbudget ILE nord23 eine Förderung von 9 893 Euro.

 

Einen großen Ausgabeposten stellen die Schulen dar. Die laufenden Kosten für die Grundschule betragen 124 402 Euro und für die Mittelschule in Parkstetten beträgt der Verwaltungskostenanteil Schulumlage 148 650 Euro. Die Schülerbeförderung und die Ausgaben zur Schülerunfallversicherung belaufen sich auf 60 730 Euro.

In der Grundschule wurden Tablets für Schüler und Lehrerlaptops angeschafft. Geplant ist die Ausstattung der Klassenzimmer und Betreuungsräumen mit elf stationären Raumlüftungsanlagen. Den Anschaffungskosten von 139 200 Euro steht eine staatliche Förderung von 111 478 Euro gegenüber. Bei der Mittelschule in Parkstetten lag die Investitionsumlage bei 55 600 Euro.

Die Schülerzahlen bewegen sich in den letzten drei Jahren auf dem gleichen Niveau. Derzeit besuchen 111 Schüler die Grundschule. 33 Schüler nehmen die Mittagsbetreuung in Anspruch, wobei 21 Schüler auch die Mittagsverpflegung in Anspruch nehmen.

 

Am 23. März 2021 wurde der Ausleihbetrieb in der Bücherei wieder aufgenommen. 11 529 Medien stehen in der Bücherei zur Ausleihe bereit.

 

Für die Ortsfeuerwehren wurden ein Wasserschlammsauger und Lungenautomat angeschafft sowie die Sirene in Agendorf erneuert. Für den Anbau an das Feuerwehrhaus gab die Gemeinde einen Zuschuss von 11 000 Euro. Der Bauhof erhielt 2021 zwei neue Fahrzeuge und Büromöbel. Ein neues Salzsilo wurde aufgestellt und das bestehende demontiert. 132 163 Euro gab die Gemeinde für den Bauhof aus.

 

Die Kosten der Straßensanierungsmaßnahmen in diesem Jahr beliefen sich auf 83 210 Euro. 35 214 Euro gab die Gemeinde für die Bepflanzung der Wohnbaugebiete Oberes Dorf II und Schlossstraße in Münster aus. Derzeit verfügt die Gemeinde über keine Wohnbaugrundstücke. Für den Erwerb von Tauschflächen investierte die Gemeinde Steinach 1 006 730 Euro. Im Gewerbe- und Industriegebiet Steinach Süd fielen für die Investitionen Straßenbau, Kanalbau, Löschwasserzisternen und Ingenieurleistungen Schlusszahlungen in Höhe von 394 972 Euro an.

 

In Münster wurde die Inschrift des Kriegerdenkmales für 5 500 Euro erneuert.

48 200 Euro gab die Gemeinde für den Friedhof in Steinach aus. Darin enthalten ist die Erweiterung der Urnengrabanlage und die Herstellung von Erdurnengräber.

An Vereinsförderungen und Mitgliedsbeiträgen gab die Gemeinde Steinach 21 404 Euro aus.

 

Planungen für 2022

Die EDV-Anlage im Rathaus benötigt einen neuen Server, über die Alternative zum Outsourcing der Fachverfahren wird noch beraten. Am Rathaus wird eine E-Ladestation für zwei Fahrzeuge errichtet, die von der PV-Anlage des Rathausdaches versorgt wird. Das digitale Klassenzimmer soll für die Grundschule durch Förderungen von Freistaat und Bund vorangetrieben werden. In der Alten Schule ist eine Nutzungsänderung notwendig und der Brandschutz muss aktualisiert werden. In der Doppelsportanlage ist die Brandmeldeanlage nachzurüsten. Der Wertstoffhof wird eine zweite Ausfahrt erhalten. Der Geh- und Radweg von der Kreuzung in Rotham nach Steinach soll 2022 fertiggestellt werden. An Straßensanierungen sind ein Teil der Kellerbergstraße und der Parkstettenerstraße sowie die Tassilostraße in Münster in der Planung. Im Dorfgebiet wird die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Mit den Planungen für die Ertüchtigung der Kläranlage Steinach soll begonnen werden. Beim Gasthaus Dorfgemeinschaft Münster wird es wohl auf eine Sanierung statt Neubau hinauslaufen. Für 2022 sind diverse Reparaturarbeiten vorgesehen.

 

Fragen aus der Bevölkerung betrafen die neue E-Tankstelle und den Kanal in der Hohe-Kreuz-Siedlung. Nach einer Stunde endete die Bürgerversammlung.

 

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Die Bürger konnten den Bericht von Bürgermeisterin Christine Hammerschick anhand einer Power Point Präsentation mit Bildern und Zahlen mitverfolgen


 

Klimawandel und Digitalisierung als große Herausforderung

 

Die ILE nord23-Bürgermeister setzen Schwerpunkte für die nächsten Jahre.

Straubing-Bogen. Die Herausforderungen des Klimawandels, die Digitalisierung, die inzwischen alle Lebensbereiche erreicht hat, und eine umweltfreundliche Mobilität sind wichtige Kernpunkte für die künftige Zusammenarbeit in der ILE nord23. In einem Evaluierungs-Seminar beleuchteten die ILE-Bürgermeister das bisher Erreichte und legten Prioritäten für die künftige Zusammenarbeit fest.

 

Pressfoto IlE nord23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bürgermeisterrunde mit den neuen Vorsitzenden Matthias Wallner und Christine Hammerschick (vorne, 1. und 2. vorne rechts), Peter Aigner vom Amt für Ländliche Entwicklung (hinten, 2. von links), LAG-Managerin Josefine Hilmer (vorne, 2. von links) und den Umsetzungsbegleitern der Büros landimpuls und mks

 

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2G Regelung und FFP2-Maskenpflicht

 

Aufgrund der regional erhöhten Corona-Fallzahlen und der daraus resultierenden Warnlage (Stufe Rot) gilt für die Besucherinnen und Besucher der Alten Schule Steinach inbesondere für die darin befindlichen Institutionen Archiv für Heimatgeschichte, Gemeindebücherei, Volkshochschule Steinach ab sofort die 2G-Regelung.

Für Bürgerinnen und Bürger wurde für das Betreten des Rathauses Steinach das Tragen einer FFP2- Maskeangeordnet. Bei Bedarf wird eine FFP2 Maske von der Verwaltung ausgegeben. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 24. November 2021.csm MW LPSA Banner Corona Virus eb47abf082

 

 

 

 

 

 

 


 

Bürgerversammlung

 

Am Freitag, den 19. November 2021 lädt die erste Bürgermeisterin um 19.00 Uhr in die Alte Turnhalle Steinach, Am Sportzentrum 3, in Steinach zur Bürgerversammlung mit nachfolgender Tagesordnung ein:

  • Begrüßung durch die erste Bürgermeisterin

  • Bericht der ersten Bürgermeisterin

  • Sonstiges und Anfragen.

Aufgrund der der steigenden Fallzahlen wird zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 auf die Einhaltung der 2G-Regelung geachtet. Für die Besucher der Bürgerversammlung besteht zudem die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

 

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Änderung der Öffnungszeiten am Wertstoffhof Steinach

 

Der Wertstoffhof Steinach ist in den Monaten November bis März zu nachfolgenden Zeiten geöffnet:

Dienstag von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Freitag von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr

Samstag von 09.30 Uhr bis 12.00 Uhr


 

Neue Vorsitzende bei ILE nord23

 

Am 17. September 2021 fand die Teilnehmerversammlung der ILE nord23 im Gasthaus Schmid in Wolferszell statt. Hier geht es zu dem Artikel

Vorsitzende ILE nord23 2021 und ehem 3


Info-Besuch am Ammersee

Niederwinkling/Herrsching. „Das Rad nicht neu erfinden müssen“ – das war in den Worten von Vorstand Hans Buchmeier das Ziel eines Informationsbesuchs von Vertretern des Kommunalunternehmens Abwasserdienstleistung Donau-Wald am Ammersee. Buchmeier und fünf Mitglieder des Verwaltungsrates des neu gegründeten Unternehmens diskutierten dazu am Montag in Herrsching mit der Leitung der Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) in Herrsching.

Empfangen wurde die Delegation aus Niederbayern von Vorstand Maximilian Bleimayer, technischem Leiter Thomas Jacobs und der Ingenieurin Karin Sprengard, die zunächst über die Grundzüge des oberbayerischen Kommunalunternehmens informierten: Gegründet als Zweckverband zur Abwasserbeseitigung, sind die AWA inzwischen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in sieben Kommunen mit über 35.000 Einwohnern zuständig und betreiben eine einzige gemeinsame Kläranlage.

Anschließend wurde ein Fragenkatalog der Gäste aus Niederbayern abgearbeitet, die das kürzlich von 17 Kommunen gegründete gemeinsame Kommunalunternehmen vertraten: Auf Interesse stieß besonders das detaillierte und tagesaktuell gepflegte digitale Kanalkataster der Ammersee-Gemeinden. Die Verwaltungsräte waren sich einig, dass ein solches auch in der Region Donau-Wald zügig erstellt werden muss. Die klare Empfehlung des technischen Leiters der AWA dazu lautete: „Die systematische Überwachung des Kanalnetzes macht erst Sinn, wenn Sie ein Kataster als Plattform haben.“

Angeregt diskutiert wurde auch über den Modus der Aufgabenübertragung: Während das niederbayerische Kommunalunternehmen bisher nur mit eng begrenzten Aufgaben der Kanalüberwachung und Sanierungsplanung betraut ist, übernehmen die Ammersee-Betriebe die gesamte Abwasserentsorgung für die beteiligten Kommunen einschließlich des Eigentums an allen Infrastrukturen. Ob dies auch für Donau-Wald ein Langfristziel darstellt, darüber herrschte am Montag noch keine Einigkeit. Allerdings – so fasste der Leiblfinger Bürgermeister Josef Moll die Eindrücke des Besuchs zusammen – „sind die uns einige Jahre voraus“.

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Bild: (v.l.) Vorstand Hans Buchmeier, Verwaltungsratsvorsitzender Ludwig Waas, technischer Leiter Thomas Jacobs und AWA-Vorstand Maximilian Bleimaier beim Gedankenaustausch.


 

Altbürgermeistertitel und Ehrennadel in Gold verliehen

Ehrenabend für Karl Mühlbauer

Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Steinach am 7. Mai 2020 beschloss der neu gewählte Gemeinderat einstimmig, dass Karl Mühlbauer der Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen wird. Im angemessenen Rahmen wurden nun die Feierlichkeit nachgeholt und Altbürgermeister Karl Mühlbauer die Urkunde überreicht und mit der Ehrennadel der Gemeinde Steinach in Gold ausgezeichnet.

 

Am Freitag, 8. Oktober 2021 holte die Gemeinde Steinach die Verabschiedung im Gasthaus Schmid in Wolferszell von Bürgermeister Karl Mühlbauer, die wegen der Coronabeschränkungen nicht möglich war, nach. Eine große Anzahl an geladenen Gästen verfolgte die Ausführungen vom Bürgermeisterin Christine Hammerschick zum politischen Werdegang von Karl Mühlbauer. Begonnen in der Jungen Union, 1983 Gründungsmitglied der Christlichen Wählergemeinschaft, 1984 Wahl in den Gemeinderat und 1995 Wahl zum ersten Bürgermeister. 2020 bei den Kommunalwahlen stellte sich Mühlbauer nicht mehr zur Wahl. In diesen 25 Bürgermeisterjahren war er auch stellvertretender Vorsitzender des Schulverbandes Parkstetten. Beim Wasserzweckverband Buchberggruppe war er ab 1996 stellvertretender Vorsitzender und ab 2008 deren Vorsitzender. Zusätzlich war Mühlbauer Vorsitzender des Geschäftsstellenzweckverbandes der Wasserversorgungsverbände und hat federführend den Zusammenschluss der vier Wasserzweckverbände zum gemeinsamen Wasserzweckverband Straubing-Land (ab Mai 2020) vorbereitet.

 

Spagat zwischen Beruf und Ehrenamt

Bürgermeisterin Christine Hammerschick führte weiter aus, dass Karl Mühlbauer in seinen 25 Bürgermeisterjahren in vielen weiteren Verbänden für die Gemeinde Steinach tätig war und er den Spagat zwischen einem verantwortungsvollen Beruf als Geschäftsführer in der Kreishandwerkerschaft und seinem Amt als ehrenamtlicher Bürgermeister schaffen musste. An dieser Stelle dankte Bürgermeisterin Christine Hammerschick seiner Ehefrau Elisabeth Mühlbauer und Tochter Anna-Lena die viele Stunden auf ihren Ehemann und Vater verzichten mussten für die Unterstützung. Viel wurde in der Amtszeit von Karl Mühlbauer in Angriff genommen, gebaut, saniert, erweitert, renoviert und geschaffen. Ins Leben gerufen hat Karl Mühlbauer 1996 den Gemeindeboten und dieses Informationsblatt auch heute noch mitprägt. Im Gemeinderat hat Karl Mühlbauer eine Atmosphäre des guten Miteinander geschaffen. Die kürzliche Verleihung der Medaille in Bronze für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung habe er sich mehr als verdient.

 

Der Bürgermeister als „Triathlet“

Nachdem die erste Bürgermeisterin Christine Hammerschick die wichtigsten Stationen im Leben des Politikers Karl Mühlbauer schilderte, widmete sich die Geschäftsstellenleiterin Ursula Heller dem Leben des Betriebswirtes und des Bürgermeisters Karl Mühlbauer als „Chef der Gemeindeverwaltung“. Ursula Heller streifte seine Schulzeit, Studienzeit und beruflichen Werdegang bis zum Abschluss als Betriebswirt. Über zwei Jahrzehnte war Karl Mühlbauer als Geschäftsführer in der Kreishandwerkerschaft Ansprechpartner für die Handwerksbetriebe in der Region. Ein Bürgermeister müsse, hinsichtlich seiner Aufgaben, ein Triathlet sein, so Heller. Als Organ der Gemeinde fungiert er als Willensbildungs- und Vollzugsorgan und er ist der Vertreter nach Außen. Eine weitere Aufgabe ist die Tätigkeit als Vorsitzender des Gemeinderates und der Ausschüsse. In der dritten Funktion als Leiter der Verwaltung sorgte Mühlbauer für den ordnungsgemäßen Gang der Verwaltung und die sachgerechte Aufgabenerfüllung.

 

Für die Ortsvereine sprach der Vorsitzende des ASV Steinach Hans Fellinger. Vereine tragen kleine und große Wünsche an den Bürgermeister heran. Mühlbauer war immer bemüht diese Wünsche zu erfüllen ohne das Ziel des Sparens aus den Augen zu verlieren. Anhand der Realisierung des Baus der Sporthalle zeigte Fellinger auf, wie ein Wunsch der Vereine zu einem gelungenen Projekt wurde. Fellinger dankte Altbürgermeister Karl Mühlbauer für das stets offene Ohr und die Unterstützung.

 

Bürgermeisterin Christine Hammerschick überreichte Karl Mühlbauer die Urkunde zur Ernennung zum Altbürgermeister und zeichnete ihn mit der Ehrennadel der Gemeinde Steinach in Gold aus. Die Ehrennadel in Gold wurde bisher nur an den Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Dotzler vergeben. An Ehefrau Elisabeth Mühlbauer und Tochter Anna-Lena überreichte Hammerschick je einen Blumenstrauß.

 

Oft gehört: „Weil i di grad triff“

Die Schlussworte hatte Altbürgermeister Karl Mühlbauer der das Amt des Bürgermeisters eines der schönsten im politischen Bereich der gemeindlichen Selbstverwaltung nannte. Bei Begegnungen mit Bürgern bei Veranstaltungen sei man Nah vor Ort und man erfahre vieles. „Weil i di grad triff“, sei hier ein oft gehörter Satz. In den 25 ereignisreichen, arbeitsintensiven, turbulenten Jahren bestand im Gemeinderat stets ein gutes Klima, eine gute Zusammenarbeit, ein Miteinander ohne Parteipolitik. Die Gemeinde wie eine Firma zu führen, stand für Altbürgermeister Karl Mühlbauer immer im Vordergrund mit der Frage: Würde ich im eigenen Betrieb so handeln? Für Mühlbauer stand die stetige Erhöhung der Finanzkraft im Vordergrund, aber nicht um jeden Preis. Das Erreichbare hing am Ende von vielen Faktoren ab: Finanzierbarkeit, Investoren, Erwerb von Grundstücken, Genehmigungsfähigkeit, bürokratische Hindernisse. Altbürgermeister Karl Mühlbauer dankte allen Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern in Verwaltung und Bauhof, allen Mitarbeitern der gemeindlichen Einrichtungen für die loyale Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch allen Ehrenamtlichen in der Gemeinde, ob Feuerwehr, Bücherei, Gemeindebotenteam, heimatgeschichtliches Archiv, 60plus, Ferienprogramm sowie bei allen Vereinen und Organisationen die zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde beitragen. Die Gäste spendete dem nun Altbürgermeister Karl Mühlbauer langanhaltenden Applaus, als er am Ende seiner Worte dem neuen Gemeinderat für die Entscheidungen und Arbeit im Gremium stets eine glückliche Hand zum Wohle der Gemeinde Steinach wünschte.

 

Mit einem Film von Detlev Schneider, der das Leben und die Bürgermeistertätigkeit von Karl Mühlbauer aufzeigte endete der offizielle Teil des Ehrenabends.

 

Ehrennadel ans Revers 1

Bürgermeisterin Christine Hammerschick zeichnet Altbürgermeister Karl Mühlbauer mit der Ehrennadel der Gemeinde Steinach in Gold aus. Mühlbauer ist erst der zweite Gemeindebürger, der diese Auszeichnung erhält.

 

Hammerschick mit FamilieUrkunde überreicht 6

Bürgermeisterin Christine Hammerschick dankte seiner Ehefrau Elisabeth               Bürgermeisterin Christine Hammerschick (rechts) und Geschäftsstellenleiterin Ursula Heller

Mühlbauer und Tochter Anna-Lena, die viele Stunden auf ihren Ehemann                 gratulieren Karl Mühlbauer mit einer Urkunde zur Ernennung zum Altbürgermeister

und Vater verzichten mussten für die Unterstützung.

 

FellingerGäste 25

Hans Fellinger von ASV Steinach dankte im Namen der Ortsvereine für die Unterstützung. Eine große Anzahl an geladenen Gästen verfolgte die Urkundenüberreichung und Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold von Altbürgermeister Karl Mühlbauer


 

Bayerisch Kanada mit der Waldbahn

 

Am 8. Oktober 2021 bestiegen die 60plus Freunde den Bus in Steinach Richtung Viechtach. Bei sonnigem Herbstwetter ging es über St. Englmar zum Bahnhof nach Viechtach. Auf die Teilnehmer wartete eine Fahrt mit der Waldbahn nach Gotteszell. Das Gebiet zwischen Viechtach und Teisnach – immer entlang am Schwarzen Regen – wird nicht umsonst „Bayerisch Kanada" genannt. Genau hier, wo sich die unberührte Naturschönheit des Regentals präsentiert ist die Waldbahn unterwegs. Auf einer der schönsten Bahntrassen Deutschlands schlängelte sich der Zug durch den Wald unmittelbar entlang des Flusses.

Im Landgasthof Hacker in Gotteszell kehrten die Teilnehmer ein. Bei der Fahrt zurück vorbei am Granitwerk Prünst zwischen Gotteszell und Patersdorf gelegen, leuchtete die Sonne in den Wald und die Wellen des Regens, was eine besondere Atmosphäre schaffte.

 

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Um 13:28 Uhr hieß es in Viechtach einsteigen in die Waldbahn. In bequemen Sitzen genossen die Teilnehmer die Fahrt und den Ausblick. Ein Blick aus dem Fenster auf den Schwarzen Regen und den Bayerischen Wald

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Nicht nur still, sondern auch wild zeigte sich der Schwarze Regen           Herbstlich zeigten sich die Bäume am Bahnhof in Viechtach


 

„Leuchtturmprojekt für Bayern“

  • Umweltminister Glauber zu Gast beim Verwaltungsrat des gKU

Niederwinkling. Als „Leuchtturmprojekt für Bayern“ hat Umweltminister Thorsten Glauber das neue gemeinsame Kommunalunternehmen (gKU) Abwasserdienstleistung Donau-Wald gewürdigt. Bei seinem Besuch in Niederwinkling am Mittwochabend sagte Glauber den versammelten Verwaltungsräten außerdem die Unterstützung des Ministeriums bei dem gemeinsamen Projekt zu.

Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender Ludwig Waas begrüßte zu Beginn der Veranstaltung neben den Bürgermeistern der anderen 16 Mitgliedsgemeinden die Landtagsabgeordneten Manfred Eibl (FW) und Josef Zellmeier (CSU) sowie als Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf Behördenleiter Michael Kühberger und den zuständigen Sachbearbeiter Michael Franz.

Überblick über die Entstehung

Waas gab anschließend einen Überblick über die Entstehung des Kommunalunternehmens: Bereits kurz nach der Kommunalwahl 2020 hatte eine Kerngruppe aus rund fünf Gemeinden erste Überlegungen zu einer möglichst effizienten Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Eigenüberwachung und möglicher Sanierungsmaßnahmen angestellt.

Im Juli 2020 wurden bei einem Besuch des Umweltministers in Niederwinkling bereits Umsetzungs- und Fördermöglichkeiten diskutiert. Nachdem zwischenzeitlich bis zu 21 Gemeinden an den Planungen beteiligt waren, traten dem Unternehmen, das offiziell am 1. September gegründet wurde, schließlich insgesamt 17 Kommunen aus den Landkreisen Straubing-Bogen und Deggendorf bei.

Dringliche Pflichtaufgabe

Der Vorstand des Unternehmens, Hans Buchmeier, erläuterte dem hohen Gast die Ausgangssituation in den Gemeinden und die wichtigsten Ziele des gKU: Die stetige Überwachung und Instandhaltung der Abwassernetze sei nicht nur gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunen, sondern gewinne durch den Klimawandel und die zunehmende Belastung des Grundwassers zusätzliche Dringlichkeit.

Allein in den 17 beteiligten Kommunen dringen laut Buchmeier pro Jahr 1,3 Millionen Fremdwasser – also eigentlich sauberes Grundwasser – in durch Undichtigkeiten in die Abwasserleitungen ein. „Dadurch machen wir nicht nur wertvolles Trinkwasser unnötig zu Abwasser, wir verbrauchen auch enorm viel Energie“, erklärte Buchmeier: Mehr als 500.000 Kilowattstunden Strom würden so in den beteiligten Gemeinden jedes Jahr unnötig beansprucht.

Mehr Wertschätzung für Wasser

Umweltminister Thorsten Glauber zeigte sich nach eigenen Worten „begeistert“ vom Konzept des neuen Kommunalunternehmens: Dass es gelungen sei, das vielfach anzutreffende Kirchturmdenken zu überwinden und so Synergieeffekte zu nutzen, sei vorbildlich. Die Kooperation über Landkreisgrenzen hinweg wirke als ein „Leuchtturmprojekt für Bayern“, betonte Glauber.

Auch der  Minister wies abschließend noch einmal eindringlich auf die Notwendigkeit hin, dem Wasser mehr Wert beizumessen: „Auch in Pandemiezeiten kam dieses wichtigste Lebensmittel in höchster Qualität zuverlässig aus unseren Leitungen.“ Die vielfach sinkenden Niederschlagsmengen machten erhöhte Anstrengungen zum Schutz der vorhandenen Wasserkörper notwendig.

Verwaltungsratsvorsitzender Ludwig Waas überreichte dem Umweltminister abschließend als Gastgeschenk einen gravierten Kugelschreiber, verbunden mit einem Wunsch für das gKU: „Damit können Sie gleich die Bewilligungsbescheide für unsere Förderanträge unterschreiben.“

 

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Empfang für Olympiateilnehmer Brandhuber – Eintrag ins Goldene Buch

Ganbatte – Gib dein Bestes

 

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist der Traum eines jeden Leistungssportlers. Für den Steinacher Simon Brandhuber ging dieser Traum dieses Jahr in Erfüllung. Grund genug für die Gemeinde Steinach, Brandhuber am 6. September 2021 im Rathaus zu empfangen, um damit die Anerkennung seiner Leistungen zum Ausdruck zu bringen.
Gewichtheber Simon Brandhuber war bei den Sportlerehrungen in der Gemeinde eine feste Größe. Seinen Erfolgen bei deutschen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften folgte nun die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Den Weg dorthin nannte Bürgermeisterin Christine Hammerschick lang und entbehrungsreich. Wer es dorthin geschafft hat, hat früh begonnen, sein Leben nach dem Sport zu richten. Diese Sportler, so auch Brandhuber, wissen, was Disziplin im Alltag und im Training bedeutet. Man lernt, an seine und über seine Grenzen zu gehen, und man weiß, was es heißt, Niederlagen einstecken zu müssen. Man lernt im Sport aber auch, nicht aufzugeben und aus seinen Schwächen zu lernen.

Simon Brandhuber begann seine Karriere im Alter von neun Jahren beim Verein TB 03 Roding, für den er 2001 erstmals bei einem Wettkampf antrat. Schon damals, als er mit seinem Vater, Trainer und Mentor, Werner Brandhuber, zu dem Oberpfälzer Spitzenverein kam, haben die Rodinger sein Talent erkannt. Heute ist er Sportsoldat im Bundesleistungszentrum der Gewichtheber in Leimen.

Bereits in seiner Jugend konnte er einige Erfolge verbuchen und siegte bei diversen Landespokalwettbewerben der Jugend sowie deutschen Jugend-Meisterschaften. Bei den Jugend-Europameisterschaften 2007 in Pavia sowie 2012 in Eilat konnte er jeweils die Bronzemedaille im Reißen gewinnen. Bei den U23-Europameisterschaften 2013 in Tallinn und 2014 in Limassol gewann er jeweils Gold im Reißen und beendete beide Wettkämpfe auf dem zweiten Rang (Zweikampfwertung). 2020 wechselte Brandhuber vom TB 03 Roding, für den er in der Gewichtheber-Bundesliga antrat, zum Ligakonkurrenten AV 03 Speyer. Mit seinem neuen Verein konnte er 2021 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft feiern. 2021 qualifizierte sich Brandhuber über den Ranglistenplatz für die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Dort war er der Zweitbeste in Gruppe B und landete in der Gesamtwertung im Zweikampf auf Rang 9.
Bevor sich Brandhuber ins Goldene Buch der Gemeinde Steinach eintrug, zeigte ein Film von Detlev Schneider den Lebenslauf und die sportlichen Erfolge des Gewichthebers.

„Ganbatte" schrieb Brandhuber in das Goldene Buch. Ganbatte kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "Gib dein Bestes“. „Wenn man sein Bestes gibt“, so Brandhuber, „hat man sich auch nichts vorzuwerfen“. Anschließend folgten die Gäste seinen Ausführungen zu der Atmosphäre im olympischen Dorf, den Corona Vorsorgemaßnahmen und natürlich zu seinem Wettkampf. Brandhuber ist stolz, in Tokio bei den Olympischen Spielen dabei gewesen zu sein. Dies ist mit nichts zu vergleichen.
Dass das Gewichtheben 2024 nicht mehr olympisch sein könnte, beschäftigt Simon Brandhuber, der 2020 zum Athletensprecher gewählt wurde, sehr. Der Weltverband IWF war zuletzt mehrfach wegen Skandale um Doping und Korruption und der mangelhaften Umsetzung von Reformen von der IOC-Spitze verwarnt worden. Der Start der Gewichtheber für die Sommerspiele 2024 in Paris ist daher in Gefahr.
Sein kurzfristiges Ziel ist die Europameisterschaft 2022 - bis dahin und dort zählt für Simon Brandhuber die Devise „Ganbatte – Gib dein Bestes“

 

Brandhuber Simon Olympia

So richtig zufrieden war der Steinacher Gewichtheber Simon Brandhuber mit seiner Leistung bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht. Deswegen will er 2024 in Paris in Topform an den Start gehen (Foto: Swen Pförtner/dpa)

 

Goldenes Buch Eintrag 2Goldenes Buch Text 4.1

 „Ganbatte – Gib dein Bestes“, schrieb Simon Brandhuber in das Goldene Buch der Gemeinde Steinach

 Goldenes Buch Eintrag 4

Bürgermeisterin Christine Hammerschick (links), Altbürgermeister Karl Mühlbauer (rechts) sowie stehend v.l. 3. Bürgermeister Stefan Heller, Geschäftsleiterin im Rathaus Ursula Heller und 2. Bürgermeister Martin Haberl gratulierten Simon Brandhuber zur Teilnahme an den Olympischen Spielen

 

Gäste 5 Brandhuber Simon Hammerschick und Schneider

Bild links: Viel zu erzählen hatten Simon Brandhuber und die Gäste hatten viele Fragen. Hier im Gespräch mit 2. Bürgermeister Martin Haberl (rechts) und Gemeinderat Franz Kiermeier.        Bild rechts: Bürgermeisterin Christine Hammerschick überreichte Simon Brandhuber einen USB-Stick mit einem Film von Detlev Schneider (links) über den Lebenslauf und die sportlichen Erfolge des Gewichthebers